Website Impressum – darauf solltest du achten!

Braucht deine Website ein Impressum?

In diesem Beitrag möchte ich dir wichtige Tipps geben, wie du deine Website mit dem richtigen Impressum und der richtigen Datenschutzerklärung absichern und vor Abmahnungen schützen kannst.

Beginnen möchte ich mit der wichtigsten Frage: Braucht deine Website überhaupt ein Impressum?

Hinweis: Ich bin kein Jurist und dieser Beitrag kann eine individuelle Rechtsberatung nicht ersetzen. Er soll dich lediglich für das Thema sensibilisieren, damit du selbst entsprechende Schritte einleiten kannst, um nicht abgemahnt zu werden.

Brauche ich überhaupt ein Website Impressum?

Laut § 55 Abs. 1 des Rundfunkstaatsvertrags muss jede Website ein Impressum haben, außer sie dient der rein privaten Kommunikation.

Doch was bedeutet das genau?

Wann ist eine Website rein privat?

Deine Website gilt als rein privat, wenn sie nichts mit der Erzielung von Einkünften zu tun hat.

Ein Beispiel wäre, wenn du auf deiner Website Bilder von deiner letzten Urlaubsreise hochlädst, um sie mit deiner Familie zu teilen.

Dabei reicht es nicht aus, dass deine Website selbst keine Einkünfte generiert. Auch Werbung für ein kaufbares Produkt eines Unternehmens gilt bereits als gewerblich.

Dies wäre zum Beispiel der Fall, wenn du gern fotografierst und du deine neue Kamera in einem Blogbeitrag vorstellst.

Wann ist eine Website gewerblich?

Im Umkehrschluss gilt deine Website als gewerblich, wenn die Absicht besteht, damit Einkünfte zu erzielen.

Eindeutig ist das, wenn sich deine Website auf ein Unternehmen, einen Einzelunternehmer oder Freelancer bezieht.

Wenn du auf deiner Seite Waren oder Leistungen darstellst oder anbietest, ist die Seite immer gewerblich.

Die Gewerblichkeit einer Seite wird auch immer angenommen, wenn deine Website selbst Geld einnimmt oder Einnahmen ermöglicht.

Das heißt, selbst wenn du nur dein Hobby darstellst, machst du mit dem ersten Werbebanner oder Affiliate-Link aus deiner privaten eine gewerbliche Website. Denn damit bestätigst du die Absicht, dauerhaft Einkünfte zu erzielen.

Was muss das Impressum einer gewerblichen Website enthalten?

Die gesetzliche Pflicht zur Anbieterkennzeichnung (Impressumspflicht) ergibt sich aus den Vorschriften des Telemediengesetzes (TMG).

Ist deine Website gewerblich, gilt die erweiterte Impressumspflicht nach § 5 Abs. 1 TMG. Diesen kannst du hier genau durchlesen, wenn du möchtest. https://dejure.org/gesetze/TMG/5.html

Hier die Zusammenfassung:

  1. Der vollständige Name des Seitenbetreibers
    Bei juristischen Personen ist das der Name der Gesellschaft mit Rechtsform (z.B. GbR, GmbH, usw.) sowie der vollständige Name des Geschäftsführers oder einer vertretungsberechtigten Person.
  2. Die Adresse des Website-Anbieters
    Bei Einzelpersonen ist es die private Adresse, bei Einzelunternehmen / Freelancern oder einer Gesellschaft ist es die Adresse des Unternehmens.

  3. Unmittelbare Kontaktmöglichkeiten
    Hier sollte es immer zwei Möglichkeiten geben, um dem Besucher eine Auswahlmöglichkeit zu bieten. In der Regel sind es die folgenden: Telefon, E-Mail oder Fax (wenn vorhanden).
  4. Optional für Gesellschaften
    Bei Gesellschaften, die ins Register eingetragen sind, muss zusätzlich noch das Register sowie die Registernummer angegeben werden.
  5. Umsatzsteuernummer
    Wenn vorhanden, musst du deine Umsatzsteuernummer (§ 27a UStG) oder Wirtschafts-Identifikationsnummer (§ 139c Abgabenordnung) angeben. Hinweis: Gib nie deine allgemeine Steuernummer an, da dies zu Missbrauch führen kann!
  6. Optional: wenn dein Beruf einer Zulassung bedarf
    Wenn für dich als Website-Anbieter eine berufliche Aufsicht besteht, musst du zusätzlich die Aufsichtsratsbehörde mit Namen, Adresse und Link zur zugehörigen Website angeben. Dies gilt zum Beispiel im Reise-, Bank- und Versicherungsgewerbe.
  7. Optional: für reglementierte Berufe
    Wenn du einen reglementierten Beruf ausübst, insbesondere Kammerberufe wie: Rechtsanwälte, Ärzte, Heilberufe, Architekten usw., musst du diese zusätzlichen Angaben machen:

    • Der Name der Kammer, der du als Website-Anbieter (Dienstanbieter) angehörst.
    • Die gesetzliche Berufsbezeichnung und der Staat, in dem dir diese verliehen wurde.
    • Die Bezeichnung der für dich geltenden berufsrechtlichen Regelungen mit einem Link dazu.
    • Optional: Redaktionelles Impressum
      Handelt es sich bei deiner Website, um eine mit redaktionellen Inhalten, ist nach § 55 Abs. 2 Rundfunkstaatsvertrag (RStV) http://www.urheberrecht.org/law/normen/rstv/RStV-13/text/2010_06.php
      ein redaktionell Verantwortlicher mit vollständigem Namen und ladungsfähiger Anschrift als „redaktionell Verantwortlicher“ anzugeben. Das heißt, der Verantwortliche muss seinen ständigen Aufenthalt im Inland haben.

Darüber hinaus muss er:

  • voll geschäftsfähig
  • vollständig strafrechtlich verantwortlich
  • und nicht qualifiziert vorbestraft sein.

Woher erhalte ich eine Vorlage für das Impressum?

Wenn du ganz sicher gehen möchtest, empfehle ich dir einen Impressum-Generator von z.B.eRecht24* oder easyrechtssicher*. Hier kannst du dein Impressum oder deine Datenschutzerklärung generieren und wirst über Gesetzesänderungen informiert.

Beispiel eines einfachen Impressums

Angaben gemäß § 5 TMG
Max Muster
Musterstr. 1
012345 Musterhausen

Kontakt
Telefon: +49 (0) 123 45678910
E-Mail: kontakt@muster.de

Umsatzsteuer-ID
Umsatzsteuer-Identifikationsnummer gemäß §27 a Umsatzsteuergesetz:
DE12345667788

Verantwortlich für den Inhalt nach § 55 Abs. 2 RStV
Max Muster
Musterstr. 1
012345 Musterhausen

Was sind redaktionelle Inhalt auf einer Website?

Wenn deine Inhalte wenigstens der Teilnahme an der allgemeinen Meinungsbildung dienen, handelt es sich um redaktionelle Inhalte. Das heißt, wenn es auf deiner Website oder in deinem Blog um Meinungsbildung in politischen, kulturellen oder sonstigen Fragen geht, hast du redaktionelle Inhalte.

Wenn du also eine Website hast, auf der du dich oder deine Produkte vorstellst und die Seite primär eine Werbefunktion hat, ist dies kein redaktioneller Inhalt.

Hinweis: Da es bisher keine klare Abgrenzung gibt, was jetzt noch redaktioneller Inhalt ist und was nicht, gibt es in diesem Bereich keine wirkliche Rechtssicherheit. Je mehr du also deine Meinung zu Themen äußerst, desto eher solltest du einen redaktionell Verantwortlichen benennen.

Zusätzliche Hinweise für Social-Media Auftritte

Ein Impressum ist auch für deine Social-Media Auftritte wie Instagram oder Facebook nötig.
Weil in den sozialen Netzwerken oft kein Platz für ein komplettes Impressum ist, verlinkt man in der Regel auf das Impressum der Website.

Aus diesem Grund solltest du in deinem Impressum angeben, dass dieses Impressum auch für die Sozialen Netzwerke gilt.

Das kannst du ganz einfach tun, indem du einen zusätzlichen Abschnitt in dein Impressum einfügst.

Das nachfolgende Impressum gilt für diese Website und meine Social-Media-Präsenzen:
www.facebook.com/dernamedeinerseite
www.instagram.com/dernamedeinesaccounts
usw.

Oder du erstellst eine separate Impressums- und Datenschutzerklärungsseite für deine Social-Media-Auftritte.

Wenn du mehr über das Thema erfahren möchtest, findest du hier weitere Informationen.

Wo muss ich das Impressum auf meiner Website einbauen?

In der Regel findet sich das „Impressum“ in der Kopf- oder der Fußzeile der Website, wo es von jeder einzelnen Seite aufgerufen werden kann.

Hinweis: Achte darauf, dass der Link nicht von Bannern (Cookie-Banner) oder Popups (Newsletter-Anmeldung) überdeckt wird.

Wie muss ich das Impressum einbauen?

Das Impressum muss in zwei Klicks erreichbar sein und darf nicht in einer langen Seite „versteckt“ oder unleserlich klein dargestellt werden. Damit ist sichergestellt, dass der Besucher die Informationen leicht finden kann, um sich über den Website-Betreiber informieren zu können.

Fazit: Ein Impressum ist für die meisten Seitenbetreiber nötig.

Die meisten Websites sind gewerblich und darum ist ein Impressum unumgänglich. Je nach ausgeübter Tätigkeit, müssen zusätzliche Angaben gemacht werden. Wenn du dich mit deiner Website an der allgemeinen politischen oder kulturellen Meinungsbildung beteiligst, solltest du zusätzlich einen redaktionell Verantwortlichen benennen.

Jetzt weißt du mehr über das Impressum und kannst dich voll und ganz auf den Ausbau deiner Website fokussieren. Wenn dir der Artikel gefallen hat, würde ich mich über einen Kommentar oder eine Bewertung freuen. Natürlich kannst du den Betrag auch teilen, wenn das Thema für deine Freunde relevant ist!

Viele Grüße, Tom

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